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Unsere französische Abteilung auf dem Vormarsch
Präsentation des Wing Tsun auf dem Tag der traditionellen chinesischen Kampfkünste...

13.Oktober, nahe Paris in St. Thibault des Vignes -- hier fand der Tag der traditionellen chinesischen Kampfkünste statt. Organisiert durch die Fédération WuShu et Sanda (FWS), hatte der Tochterverband UFEWT (Union Française Pour L'Escrima et le Wing Tsun) die Möglichkeit, sich durch eine 15-minütige Demonstration am Vormittag sowie einem 25-minütigen Lehrgangsteil für jeden Stil am Nachmittag darzustellen. Gleichzeitig konnten die Zuschauer, die am Morgen die einzelnen Demonstrationen beobachteten, am Nachmittag jede Kampfkunst selbst ausprobieren, um sich so auch einen praktischen Eindruck zu verschaffen. Ein schönes Konzept, daß so jedem Geschmack etwas bietet. Um diese Möglichkeit auch optimal zu nutzen, reiste Sifu Marcus Schüssler zu dieser Veranstaltung, um das Wing Tsun als auch die UFEWT professionell zu vertreten.

Alle Experten trafen am Morgen des 13.Oktober gegen 9.00 in der großen, eigens für diese Veranstaltung von der FWS organisierten Turnhalle ein. Folgende Stile wurden an diesem Tag präsentiert: Tai Chi Serpent, Bagua Zhang, Hung Gar, Shaolin, Wing Tsun, u.a.. Es wurden zahlreiche chinesische und westeuropäische Experten dazu eingeladen. Der Einlaß für die Zuschauer und Teilnehmer des Nachmittagslehrgangs erfolgte gegen 9.30 und gegen 10.00 begannen die Demonstrationen der einzelnen Stile. Hierbei konnte man einen wunderschönen Querschnitt der verschiedenen KungFu Stile erleben.

Die Wing Tsun Demonstration erfolgte in zwei Teilen: zuerst wurde von Marie-Christine die Siu Nim Tao und die Chum-Kiu vorgeführt, anschließend einige Grundtechniken mit Wendung und Schritten. Die Größe der Halle bot für die Wing Tsun Demonstration allerdings einen optischen Nachteil -- man war weit vom Publikum entfernt. Aber wie heißt das Sprichwort: Kommt der Prophet nicht zum Berg, dann muß der Berg zum Propheten. Sifu Marcus Schüssler nahm Marie-Christine für den Chi-Sao und Lat-Sao Teil der Demonstration ganz nah vor die Tribüne, um dem Publikum mehr Nähe zum Geschehen zu geben. Dies verfehlte auch nicht seinen Zweck, denn während der Demonstration konnte man sichtlich erstaunte Gesichter erkennen und bei den dynamischen Pak-Sao Bewegungen konnte man auch die erstaunte Reaktion des Publikums hören. Stellten sich alle anderen Stile hauptsächlich durch Formen und minimale Anwendungen dar, so war die Wing Tsun Demonstration weniger durch Formen als mehr durch dynamische Anwendungen geprägt. Nach der Demonstration kam ein Journalist zu Sifu Marcus Schüssler, um ihn auf die Dynamik des gezeigten anzusprechen. Er selbst hatte jahrelang Karate betrieben und war sehr beeindruckt von der Demonstration und vom erlebten Wing Tsun als solches.

Gegen 12.00 endete der erste Teil des Tages. Alle Experten wurden von den Veranstaltern Hervé Badoux und John Squier zu einem Mittagessen mit genommen. Dort konnten sich die Experten austauschen und stilübergreifend ,annähern'.

Der Lehrgangsteil am Nachmittag startete um 15.00. Nun konnten die Zuschauer vom Morgen endlich jeden einzelnen Stil persönlich erleben. Der Wing Tsun Part war der vorletzte, und durch die Verspätung des verlängerten Mittagessens und der Zeitüberziehung der ersten Experten hatte Sifu Marcus Schüssler nur 15 Minuten anstatt der angekündigten 25 Minuten Zeit zur Verfügung. Aber kein Hindernis für Profis! Hatten die Teilnehmer mittlerweile eine Sättigung ihrer Aufnahmefähigkeit erreicht, mußte Sifu Marcus Schüssler die Teilnehmer wieder ,zurückholen und aufwecken', um den Teilnehmern die Chance zu geben, das Wing Tsun und seine Wirkung bewußt erleben zu können.

Zuerst wurde eine Übung durchgeführt, die den Teilnehmern die effiziente Wirkung des Keils näherbringen sollte. Um auch die Wirksamkeit der Theorie in der Praxis optisch zu verdeutlichen, nahm Sifu Marcus Schüssler zwei Teilnehmer - eine 1,55m große und ca. 50kg schwere Frau und einen ca. 1,90m großen und ca. 110kg schweren Mann -- als Probanden für die Erklärung. Die Frau machte bei der Durchführung den Eindruck, als hatte sie ein überirdisches Erlebnis gehabt und mußte erst einmal das Erlebte kurz mental verarbeiten. Danach wurden alle Teilnehmer dazu aufgefordert, diese Übung selbst einmal durchzuführen und den gleichen Gesichtsausdruck der Frau konnte man bei allen Teilnehmern erkennen. Nachdem nun das Eis gebrochen war und die Teilnehmer mental wieder voll da waren, ging es in kleinen Übungsschritten weiter. Mit jeder Übung wurden die Gesichter immer erstaunter, und die kleinen Kommentare der Teilnehmer zwischendurch waren immer die gleichen: super efficace (super wirksam)!. Leider wurde die Zeit immer knapper und die letzte Übung konnte leider nicht mehr durchgeführt werden. Jedoch kamen nach der offiziellen Verabschiedung durch den Präsidenten der FWS zahlreiche Teilnehmer zu Sifu Marcus Schüssler und wollten den Verlauf der letzten, nicht durchgeführten Übung als auch weitere Informationen von ihmerfahren.

André Schade, Präsident des Tochterverbandes UFEWT, regte in mehreren Gesprächen mit den Kollegen des Komitees der FWS an, diese erfolgreiche Veranstaltung als Auftakt für eine einmal jährlich, immer in einer anderen Stadt in Frankreich stattfindenden Veranstaltung zu nehmen. Was auch auf offene Ohren stieß!

Der harte Weg zum hauptberuflichen Wing Tsun-Ausbilder